Chancen für nachhaltigen Aufschwung

Das Jahr 2020, welches sich so anfühlt als hätte es eigentlich noch immer nicht geendet, obwohl wir uns mittlerweile im Februar 2021 befinden, war wohl eins der besonderen Art. Uns wurde aufgezeigt, dass unser Dasein auf dieser Erde doch ein fragileres ist, als der Großteil von uns wohl angenommen hatte. Eine Vielzahl an Einschränkungen des täglichen Lebens, traurige Schicksale und teils sehr düstere Aussichten in vielen Branchen dominierten den Alltag und die Geschehnisse in den Medien. Mit solch einem Jahr hat wohl kaum jemand gerechnet. Wir hatten große Pläne, große Erwartungen und blickten dem Jahr 2020 mit sehr viel Freude entgegen. Da waren wir wohl nicht die Einzigen…

 

Ab und zu ist es wichtig, in solchen Momenten den Blick für das Positive nicht zu verlieren, auch wenn es manchmal schwerfällt. Da es momentan wirklich genug negative Schlagzeilen gibt, werden wir diesen Blog Post also dazu nutzen, uns bewusst zu machen, welche positiven Dinge wir aus diesem Jahr mitnehmen können. Auch unsere persönlichen Erfahrungen als nachhaltiges Fashion Unternehmen werden dabei eine Rolle spielen, denn es ist uns wichtig uns ständig weiterzuentwickeln. Wir lernen dazu, verarbeiten mehr und mehr recycelte Materialien in unseren Schuhen und sind ständig auf der Suche nach Innovationen, um alt und neu miteinander zu verbinden.

 

Nun wurde uns aufgezeigt, dass wir Menschen Grenzen haben und vieles nicht selbstverständlich ist von dem wir es immer angenommen haben. Weder unsere Freiheit noch unsere Gesundheit ist eine Selbstverständlichkeit. Wir haben in diesem Jahr gelernt, Dinge wieder etwas mehr zu schätzen. Freunde, Familie, soziale Kontakte, Einnahmen und sogar Ausgaben. Man könnte fast sagen, die Welt ist vielleicht wieder etwas bewusster geworden. Wir sind es auf jeden Fall.

 

Nachhaltige Dinge haben an Wert gewonnen. Der wachsende Stellenwert von nachhaltigen Produkten und nachhaltigeren Lebensweisen wird zunehmend deutlich. Ein bisschen weniger Wegwerfkultur, weg vom Short Squeeze, hin zu ein etwas mehr Besonnenheit und Regionalität. Qualität darf etwas kosten und das muss sie auch. Es geht nicht um Protz, sondern darum, Großzügigkeit an den richtigen Stellen zu zeigen.

 

Es gab Zeit einmal zu reflektieren was einem das eigene Wohlbefinden, die eigene Gesundheit, aber auch die der Gesellschaft wert ist und wie wichtig diese ist. Denn wie man sieht, hängt doch so vieles zusammen, ob man es will oder nicht. Wir leben in einem gemeinsamen Ökosystem und Dinge haben Einfluss aufeinander. Es ist wichtig, dass es anderen ebenfalls gut geht, nicht nur einem selbst. Etwas zu geben, macht genauso glücklich, wenn nicht gar glücklicher, als etwas zu nehmen. Probiert es mal aus. Achtsamkeit ist wichtig, auch bei der Wahl der Produkte, mit denen man sich umgibt.

 

Die Fashion Industrie ist sicher kein Engel. Ganz im Gegenteil, sie ist verantwortlich für einen beachtlichen Teil der Umweltverschmutzung auf dieser Welt. Die „Hauptsache billig“ Mentalität bringt den Großteil der produzierenden Modemarken zur Produktion an Orte an denen das Thema Umwelt, Gesundheit und Würde ausgeblendet wird. All das ausgelöst vom täglichen Preiskampf in den Stores und online. Für uns hat sich bestätigt, dass wir diesen Weg nicht verantworten wollen und unserer nachhaltigen Sneaker Produktion in Portugal treu bleiben werden. Mit dem einzigen Unterschied, dass wir sie in diesem verrückten Jahr noch mehr zu schätzen gelernt haben. Handgemachte, verantwortungsvoll produzierte Schuhe mit nachhaltigem Konzept, statt Massenproduktion. Dafür stehen wir. Mehr denn je.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ausblick in die Zukunft

Vor ziemlich genau drei Jahren entstand die Idee unser eigenes Sneaker Label in Berlin zu gründen. Damals wie heute waren wir von der Idee getrieben, Schuhe zu entwerfen die nicht nur zeitlos und schick sind, sondern vor allem auch nachhaltig und fair produziert werden. Fest und sorgfältig vernäht, nicht geklebt vom Fließband.
Mit unserer ersten, minimalistischen aber zugleich stylischen Kollektion konnten wir unsere Vorstellungen schon ziemlich erfolgreich umsetzen und sind super dankbar für alle die uns dabei begleitet und unterstützt haben. Danke, danke, danke, wenn Du dazu gehörst und Teil unseres Traumes bist.

In Interviews werden wir oft gefragt wer denn der typische kulson Kunde ist. Ob mehr Männer als Frauen unsere Schuhe kaufen oder aber in welcher Altersklasse unsere Kunden zu finden sind. Wir freuen uns dann antworten zu können, dass es den “klassischen” kulson Kunden nicht gibt. Denn jeder Kunde ist genauso individuell wie unsere handgemachten Schuhe 🙂 Was unsere Kunden gemein haben ist wohl ein bewusstes Konsumverhalten, bei dem auch ökologische Faktoren eine Rolle spielen. Von Leuten die nach daily Sneakern, bequemen office Schuhen oder auch Anzugschuhe suchen, ist alles dabei. Wir geben uns große Mühe jeden bedienen zu können und erweitern unser Angebot von Schuhgrößen daher dieses Jahr bis hoch zu der Schuhgröße EU 48, beginnend bei EU 36.
Ansonsten haben wir keine 0815 Kunden, dass zeigt sich auch an dem Engagement das uns entgegengebracht wird, denn Feedback, so sagt man, ist ein Geschenk und davon haben wir viel bekommen, zum Glück surfen wir auf der gleichen Welle und das mit Abstand häufigste Feedback war: Mehr Farben bitte!
Euer Wunsch ist uns Befehl und wir freuen uns riesig auf die Sommerfarben 2020, entstanden sind sechs neue Lieblinge im gewohnt skandinavischen Style, egal ob fürs Büro, den Alltag oder abends zum Ausgehen, mit der neuen Farbpalette ist für jede Gelegenheit der richtige Schuh am Fuß.

Da es uns aber nicht NUR um Äußerlichkeiten geht, sondern wie im wahren Leben auch innere Werte zählen, haben wir uns neben neuen Farben für 2020 auch noch ein weiteres Ziel auf die Fahnen geschrieben: unsere unisex Sneaker noch ökologischer und grüner zu machen (und damit meinen wir jetzt nicht die Farbe ;-)).
Nach vielen Gesprächen, Prototypen und Verhandlungen freuen wir uns besonders, dass neben dem Fußbett nun auch die Sohle zu 70% aus recycelten Materiealien produziert wird und wir so einen noch größeren Teil zum Umweltschutz beitragen können. Des Weiteren recyceln wir auch unsere Versandkartons und verwenden diese mehrmals, wann immer Schuhe zurückkommen. Wir werden uns auch weiter mit dem Thema „green hosting“ auseinandersetzen und wollen die Leute dazu motivieren, bewusster zu konsumieren.

Ein fertiges Produkt möchte natürlich auch gekauft werden und da unser Marketingbudget als Start-Up noch verhältnismäßig gering ausfällt, haben wir uns zu Beginn stark auf unseren Onlineshop fokussiert. Haben dann auch an 2 Locations in Berlin Pop-Up Stores eröffnet und waren von dem Andrang begeistert, dass führte dann auch dazu das wir uns entschieden haben, mit anderen Stores über die Vermarktung unserer Tennis Retro Style Sneaker zu verhandeln. In Berlin konnte man in vier Läden unsere Sneaker testen und kaufen.

Auf der diesjährigen Fashionweek war viel Betrieb bei uns am Stand und das Thema “Nachhaltigkeit” ganz weit vorne. Neben vielen interessanten Gesprächen konnten wir auch greifbare Deals mit Onlinemarktplätzen und physischen Geschäften schließen. Dann kam leider Corona…

Ganz zu Beginn der Corona Krise, dachten wir noch “gut dass wir in Europa produzieren, kurze Lieferketten haben und keine geklebten Schuhe aus Asien beziehen, sondern handgefertigte Schuhe aus Portugal” Wir waren optimistisch dass wir im Sommer mit unseren neuen Lieblingen die Geschäfte erobern können. Wie wir alle wissen, hat sich die Lage dann aber schnell zugespitzt, sämtliche Geschäfte mussten schließen und so auch unsere Manufaktur in Portugal. Folglich wurde auch die Produktion der neuen Farben pausiert 🙁 Aufgeschoben ist natürlich nicht aufgehoben aber diese Unsicherheit macht es nicht einfacher unseren Plan umzusetzen, in diesem Jahr noch weiter in die Offline-Welt Deutschlands zu expandieren, denn viele Läden haben gerade ganz andere Sorgen und stehen vor großen Herausforderungen (finanziell, alte Kollektionen abzuverkaufen usw.).
Die gute Nachricht ist, dass wir unsere aktuellen Modelle vorrätig in Berlin im Lager haben, so kann zumindest der Onlinehandel weitergehen, obwohl sich auch hier die Unsicherheit in der Bevölkerung schon deutlich macht und wir im Moment spürbar weniger Schuhe verkaufen.
Trotz der Umstände werden wir alles daransetzen, unsere Umsatzzahlen zu erreichen, denn ein essentieller Bestandteil unserer Mission ist es ja 4% des gesamten Jahresumsatzes an wohltätige Organisationen zu spenden, die sich dafür einsetzen unsere Meere von Plastik zu befreien. Im letzten Jahr haben wir folgende Organisationen unterstützt und wollen am liebsten noch mehr in diesem Jahr machen:

www.healthyseas.org

www.thegreatbubblebarrier.com

www.theoceancleanup.com

www.seashepherd.de

www.onepercentfortheplanet.org

In jeder Krise steckt auch eine Chance und wir nutzen die Zeit, um weitere Partnerschaften zu schließen. Zukünftig werden wir nicht nur unsere Sneaker grüner machen, sondern, und jetzt sprechen wir zur Abwechslung mal wirklich von der Farbe, auch die Erde. Active giving www.activegiving.de hat es sich zur Aufgabe gemacht die sportliche Aktivität Ihrer Mitglieder zu belohnen. Für jede getrackte sportliche Aktivität wird ein Baum gepflanzt, den wir von kulson oder andere Unterstützer sponsern. Auch wenn wir keine klassischen Turnschuhe bzw. Laufschuhe anbieten gefällt uns das Konzept so gut, da wir glauben das Bewegung für jeden Menschen wichtig ist und nach all den verheerenden Bränden der vergangenen Monate unsere Welt, mehr als je zuvor, auf die Hilfe der Menschen angewiesen ist. Auch hier gilt: Jeder Baum zählt. Wir freuen uns, wenn ihr deren großartiges Konzept teilt. Die App ist einfach zu bedienen und wirklich ein Win-Win für jeden, der gerne oder aktuell auch noch ungerne laufen geht. Für Zweitere könnte es sich hiermit ändern.

Und alle die bis hierher gelesen haben, auf die wartet jetzt noch eine Belohnung. Mit dem Gutscheincode “activegiving” könnt ihr einen 10% Gutschein auf www.kulson.de einlösen. Der Gutschein ist gültig bis zum 31. August 2020. Schickt den Code auch gerne an Freunde und Bekannte, jeder Schuh hilft einen weiteren guten Zweck zu unterstützen. Wenn Euch unsere Sneaker den Alltag versüßen freuen wir uns natürlich auch über Eure Bewertungen z.B. bei google oder utopia. Folgt uns gerne auch auf IG @kulsonstudios um immer auf dem neusten Stand zu sein und an tollen Gewinnspielen teilzunehmen.

Warum wir in der EU produzieren

„TEUER IST NICHT IMMER BESSER, ABER NACHHALTIG SCHON

Es sollte sich jeder Konsument aber die Frage stellen, unter welchen Bedingungen die Produkte die er kauft hergestellt wurden. Der Preis allein kann nicht immer Hinweise darauf geben. Denn es ist ein Trugschluss, dass teuer gleichzeitig auch besser bedeutet!

Ein höherer Preis stellt nicht sicher, dass faire Arbeitsbedingungen und Umweltauflagen herrschen sowie eingehalten werden. Stiftung Warentest hat ein sehr anschauliches Beispiel genannt: Wenn Produkte sehr billig produziert werden, wie beispielsweise ein T-Shirt für lediglich 3 Euro, dann kann die Näherin daran kaum noch etwas daran verdient haben.

Wenn man ein T-Shirt für zehn oder 30 Euro kauft, kann auch das teurere T-Shirt unter schlechteren Bedingungen hergestellt worden sein als das günstigere. Das ist nicht immer transparent.

Grundsätzlich verdient eine Näherin etwa ein Prozent von dem, was der Konsument im Laden bezahlt. Die Hälfte des Preises bleibt meist im Zielland und nur circa 20 Prozent gehen zurück an das Produktionsland.

GESUNDHEITSGEFÄHRDENDE BEDINGUNGEN SIND EIN GROSSES PROBLEM

In den Ländern, in denen Schuhe, aber auch andere Textilprodukte hergestellt werden, sind miserable und gesundheitsgefährdende Bedingungen ein großes Problem, besonders in Asien. Denn es gibt wenige Richtlinien und vorhandene Gesetze werden nicht eingehalten. Ein niedriger Lohn für Arbeiter ist nur eine von vielen Baustellen.

Selbst mit dem gesetzlichen Mindestlohn ist es den Arbeitern nicht möglich davon zu leben. Der Mindestlohn ist beispielsweise in China nur die Hälfte von dem, was ein menschenwürdiges Leben bräuchte, in Bangladesch sogar nur ein Fünftel.

Niedrige Löhne führen aufgrund des Geldmangels gleichzeitig auch zu illegalen Überstunden. Zusätzlich herrschen in den meisten Fabriken keine sicheren Arbeitsbedingungen, besonders in Gerbereien.

So wird dort oft ohne Schutz oder angemessene Sicherheitsmaßnahmen mit in Chemikalien getränkten Tierhäuten gearbeitet. Der Umgang mit solchen giftigen Chemikalien, Chlor oder Pestiziden können bei unsachgemäßer Anwendung zu Krebs- und Hauterkrankungen, Augenschäden und einer kürzeren Lebenserwartung führen.

Gesundheitsprobleme treten aber nicht nur in Gerbereien auf, sondern auch in den Schuhfabriken selbst. Diese stehen meistens in Zusammenhang mit dem Umgang von giftigen Klebstoffen, Schnittwunden und der Atemluft, die durch die Gifte von gegerbtem Leder verunreinigt wird. So treten oftmals Rücken- und Sehprobleme auf. Doch wegen der schlechten Sozialfürsorge besteht keine Möglichkeit einer regelmäßigen Kontrolle.

Abgesehen von unfairen Arbeitsbedingungen führt die Verwendung von Pestiziden, Chlor und giftigen Chemikalien zu einer enormen Umweltbelastung. Abwässer werden oft ungereinigt und direkt aus der Fabrik in die umliegenden Gewässer geleitet.

Es gibt viele Abschnitte in der Produktion von Textil- und insbesondere Lederwaren, in denen die Umwelt stark belastet wird. Der Anbau von Wolle beispielsweise bringt einen enormen Wasserverbrauch und die Verwendung von Pestiziden mit sich, denn auch die Verarbeitung von Fasern geschieht mit Hilfe von meist starken Chemikalien.

“ACHTET AUF NACHHALTIGE PRODUKTION”

Insgesamt verursacht also die unsachgemäße Anwendung von Chemikalien aber auch die rücksichtslose Entsorgung derer zur Belastung für Mensch, Tier und Umwelt. Die Bedingungen betreffen aber nicht nur die Arbeiter selbst, sondern auch unmittelbar die Menschen, die in der Nähe von solchen Fabriken leben. Zum Teil wird ihnen dadurch jegliche Lebensgrundlage genommen, da sie sich nicht mehr selbst versorgen können, wenn Land, Luft und Wasser um sie herum vergiftet sind.

Auch das Thema Kinderarbeit ist nach wie vor aktuell. Zwar arbeiten beispielsweise in China offiziell keine Kinder mehr in der Textilproduktion, doch in Pakistan und Bangladesch steht dies noch an der Tagesordnung.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man keine Produkte mehr aus Entwicklungs- beziehungsweise Schwellenländern mehr kaufen sollte. Es bietet vielen Menschen auch die Möglichkeit sich wirtschaftlich weiterzuentwickeln, Geld zu verdienen und somit einen höheren Lebensstandard zu erreichen.

Es müssen für die Arbeiter aber vernünftige Bedingungen hinsichtlich Arbeitsschutz, Entlohnung und Umwelt geschaffen werden.

Doch man muss nicht immer in die Ferne schauen. Auch für die europäische Wirtschaft ist der Textil- und Bekleidungssektor ein wichtiger Bestandteil. Es ist eine Industrie, die mehr als zwei Millionen Menschen einen Arbeitsplatz bietet. „Made in Europe“ steht grundsätzlich für faire Arbeitsbedingungen und Qualität.

Doch genauso wie die Produktion in Asien steht auch die Produktion in Europa in der Kritik. Recherchen von der „Clean Clothes Campaign“ und der Initiative „Change Your Shoes“ zeigen die Realität in der europäischen Schuhindustrie auf. Angefangen bei den Gerbereien in Italien bis zu den Fabriken in Mittel- und Südeuropa.

Zehntausende Arbeiter stellen dort italienische oder deutsche Schuhe her und das zu teilweise noch niedrigeren Löhnen als beispielsweise in China! Unglaublich, oder? Jeder von uns besitzt im Durchschnitt acht bis 13 Paar Schuhe.

In Europa sind Schuhe besonders begehrt, deshalb ist Europa auch der stärkste Schuhimporteur weltweit. Zahlenmäßig bedeutet dies, dass 40 % der weltweit produzierten Schuhe in Europa verkauft werden. Dabei leben in Europa nur 10 % der Weltbevölkerung.

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LIEBER FAIRE KONDITIONEN UND HOHE QUALITÄT

Asien ist der größte Schuhproduzent der Welt. Im Jahr 2014 führte den Markt mit circa 64 % das Land China an, knapp dahinter Bangladesch, Indien und Pakistan. Die geringen Kosten für die Produktion sind natürlich der Grund dafür, dass im Ausland und besonders in Asien die Produktionsmenge so extrem hoch ist. Doch im Bereich von hochpreisigen Lederschuhen ist der europäische Anteil beachtlich.

Viele Konsumenten entwickeln jedoch glücklicherweise zunehmend ein Bewusstsein dafür, dass sie nachhaltige und unter fairen Arbeitsbedingungen produzierte Ware den günstigeren und oft schädlich hergestellten Produkten vorziehen, zumindest wenn sie die Wahl haben.

Dieser Trend beschränkt sich nicht nur auf die Textil- und Schuhproduktion, sondern ist glücklicherweise auch in diversen anderen Branchen zu beobachten. Doch leider fehlt es in vielen Unternehmen nach wie vor an Transparenz und es ist dadurch für den Kunden nicht ersichtlich, unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde.

Aufgrund der teils fatalen Zustände in Asien stand für die Köpfe hinter der Marke kulson also von Anfang an fest, dass das Label ihre Mode nicht in Asien, sondern in Europa produzieren lassen möchte. Denn die Themen Nachhaltigkeit, Transparenz, faire Arbeitsbedingungen und kurze Transportwege sind den Gründern ein Anliegen.

Sie möchten, dass der Schuh nicht nur durch sein zeitloses Design und Handwerkskunst glänzt, sondern auch durch ethisch vertretbare Produktionsbedingungen und ein zusätzlich gelaunchtes Projekt das mit jedem verkauften Paar kulson Sneaker die Reinigung der Meere von Plastikmüll unterstützt.

DIE MACHT DES KOLLEKTIVEN EINFLUSSES

Das Modelabel kulson hat sich somit der Produktion in Portugal nahe der portugiesischen Hafenstadt Porto verschrieben. Das Leder sowie alle anderen Bestandteile des Schuhs stammen aus Europa und auch die Produktionsstätte wurde strikt unter den oben genannten Aspekten ausgewählt und wird fortlaufend streng kontrolliert.

Es ist wichtig, dass das Bewusstsein der Menschen auch in diesem Bereich stärker wird und unter fairen Bedingungen hergestellte Produkte gekauft werden. Das muss sich nicht nur auf die Textil- und Schuhindustrie beschränken, aber das wäre zumindest ein Anfang.

Genau wie beim hauseigenen „Kulson Underwater Project“ gilt auch hier: Die Macht des kollektiven Einflusses ist nie zu unterschätzen. Je mehr Menschen darauf achten, nur noch bestimmte Produkte zu kaufen, desto mehr Unternehmen sehen sich gezwungen ihre Produktionskette zu überdenken und sich den Bedürfnissen der Konsumenten anzupassen.

Bis dahin gilt es mit gutem Beispiel und einer klaren Message voranzugehen.

Do your part.

artenvielfalt

Die Macht des kollektiven Einflusses – das kulson Underwater Project

Die Gefährdung unseres Ökosystems Erde ist aktueller denn je. Die Beweise dafür sind überwältigend: Der Klimawandel ist eine unmittelbare Bedrohung, unsere Ernährungssysteme werden zunehmend belastet und unsere Böden, Gewässer und Arten sind wie nie zuvor bedroht.

Leider ist die globale Gemeinschaft weit davon entfernt, sich dieser Herausforderung zu stellen und die staatliche Finanzierung der Umwelt ist selbst in den besten Zeiten variabel. Es liegt also an uns, Verantwortung für den Planeten zu übernehmen und positive Veränderungen voranzutreiben.

Den Gründern von kulson liegt Großes an der Umwelt und dem Thema Nachhaltigkeit. Deshalb haben Benjamin und Jakob entschieden mit der Gründung des Mode Labels gleichzeitig das kulson Underwater Project ins Leben zu rufen.

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„CLEAN WHITE SNEAKERS FOR A CLEAN BLUE OCEAN“ IST DIE PHILOSOPHIE.

Das Projekt ist darauf ausgerichtet, die Ozeane von Plastikmüll zu befreien und Bewusstsein für das Plastikproblem in den Meeren zu schaffen, denn aktuell werden bei Proben jedes Jahr neue Rekordmengen an Mikro- und Makroplastik in den Meeren festgestellt. In diesem Zusammenhang ist es nur eine logische Schlussfolgerung, dass diese Plastikteile Lebewesen für Lebewesen in der Nahrungskette nach oben wandern und wir uns somit letztlich selbst vergiften.

Das Schlimmste ist für die Gründer daran aber nicht der Fakt, dass der Mensch sich auf kurz oder lang selbst vergiftet, denn wir haben dieses Dilemma ja wenigstens noch selbst zu verschulden.

Die größte Ungerechtigkeit besteht in den Augen von Benjamin und Jakob darin, dass Millionen über Millionen Meeresbewohner und andere Tiere an diesem für sie tödlichen Plastikstrudel zu Grunde gehen, die nicht einmal einen Funken Schuld an dieser Tragödie tragen, denn ohne den Mensch hätten sie – zumindest mit sehr großer Wahrscheinlichkeit – nie erfahren, was Plastik überhaupt ist.

Dreihunderttausend Delfine und Tümmler sterben jedes Jahr, weil sie sich unter anderem in verlorengegangenen Fischernetzen verfangen, die herrenlos im Meer treiben. Über eine Million Seevögel werden jedes Jahr durch Meeresverschmutzung getötet, da sie Plastikteilchen mit Futter verwechseln und an diesen mit der Zeit dann elendig zu Grunde gehen.

Der WWF sagt voraus, dass bis 2050 mehr Plastik als Fische im Ocean zu finden sein wird.

Das Gründerteam hatte ursprünglich den Plan, eigene Ocean Cleaning Initiativen zu starten und in selbstangelegten Sammelaktionen Müll von nichttouristischen Stränden zu entfernen. Somit sollte für jedes verkaufte Paar Schuhe ein Pfund Plastik von Stränden gesammelt und recycelt werden.

Bei der Project Evaluierung führte jedoch der ständige Drang nach größtmöglicher Effizienz, Effektivität und Transparenz zu der Entscheidung, anfangs externe Organisationen finanziell zu unterstützen, die das Plastikproblem in den Ozeanen mit größerer Wirksamkeit angehen können, als das Gründerteam mit den eigenen Händen.

Es geht den Gründern um den größtmöglichen Effekt und die wirksamste Hilfestellung, nicht um einen Imagefilm. Sie wollen etwas bewirken.

Langfristig sind weitere und auch eigene Ocean Cleanup Initiativen geplant. In der Anfangsphase des Projekts jedoch erschien es der Marke sinnvoller die Ressourcen bestmöglich zu bündeln und dorthin zu führen, wo an großen Stellschrauben gedreht werden kann, bis das Unternehmen kulson dazu selbst in der Lage ist.

Daher ist jeder kūlson Sneaker ein Teil des kūlson Underwater Project’s und es gehen 4% des Umsatzes an verschiedene Umweltprojekte weltweit. Zusätzlich ist in den Schuh ein Memory- Fußbett aus recycelten Materialien integriert worden.

Jedes verkaufte Paar kulson Sneakers trägt somit aktiv zum Kampf gegen Plastik im Meer bei.

Eine dieser Organisationen ist 1% for the Planet. Es ist eine globale Bewegung, die Unternehmen und Einzelpersonen dazu inspiriert, Umweltlösungen durch jährliche Mitgliedschaften und tägliche Aktionen zu unterstützen. Die Organisation berät bei der Umsetzung von Strategien, zertifiziert Spenden und verstärkt die Wirkung des Netzwerks.

1% for the Planet wurde 2002 von Yvon Chouinard (Gründer von Patagonia) und Craig Mathews (Gründer von Blue Ribbon Flies) gegründet. Die beiden erfolgreichen Unternehmer erkannten die Kraft des gemeinsamen Handelns zum Schutz der Umwelt.

Sie arbeiten mit Einzelpersonen und Geschäftsleuten zusammen, um Umweltorganisationen zu identifizieren, die den größten Einfluss haben und mit ihren eigenen Zielen übereinstimmen. Auf Nachfrage wird bestätigt, dass jeder gespendete Dollar an eine geprüfte, vertrauenswürdige Non-Profit-Organisation geht. Die Mitglieder dieser Organisation haben Hunderte von Millionen Dollar für die Umwelt ausgegeben, und die gemeinnützigen Partner leisten harte Arbeit, unseren Planeten für die Zukunft wiederherzustellen.

Die Grundlage für das 1% for the Planet Netzwerk ist die gemeinnützige Partnerschaft der Mitglieder. Geschäfts- und Einzelmitglieder arbeiten direkt mit anerkannten gemeinnützigen Partnern zusammen oder stellen finanzielle Spenden, Freiwilligenarbeit, Sachspenden und andere Kooperationen mit gemeinsamem Wert bereit.

Das Netzwerk besteht aus mehr als 1.200 Mitgliedsunternehmen, zahlreichen Einzelpersonen und Tausenden von gemeinnützigen Partnern in mehr als 40 Ländern. Das Ergebnis dieser Initiative zur Rettung der Umwelt lässt sich sehen.

Das 1% for the planet Netzwerk hat seit der Gründung 2002 bereits mit mehr als 150 Millionen Dollar verschiedenste Umweltorganisationen unterstützt.

Blühende Partnerschaften tragen dazu bei, längerfristige Unterstützung und größere Wirkung zu erzielen. Die Kernbereiche von 1% for the Planet sind dabei Klima, Ernährung, Land, Umweltverschmutzung, Wasser und Wildtiere.

Die kulson Gründer haben sich für das Element Wasser entschieden, denn das Meer hat für sie einen ganz besonderen Stellenwert. Wenn wir den Ozean und seine natürliche Schönheit bewahren wollen, müssen endlich drastische Maßnahmen ergriffen werden.

Früher wurde angenommen, dass aufgrund der Größe des Ozeans die Auswirkungen des Einbringens von Müll und Einstreu ins Meer nur minimale Folgen haben würde.

Da 71% der Erde mit Wasser bedeckt sind, gingen die Menschen davon aus, dass alle Schadstoffe ausreichend verdünnt und verschwinden würden.

Bis in die 70er Jahre war es also gängige Praxis, Chemikalien und Müll absichtlich in den Ozeanen zu entsorgen. Aber wie wir nun sehen, hat sich dieser Glaube als nicht richtig erwiesen – ganz im Gegenteil. Während alle vier Ozeane inzwischen seit Jahrhunderten unter der menschlichen Konsequenz leiden, hat sich das Ausmaß in den letzten Jahrzehnten rapide beschleunigt: Ölverschmutzungen, giftige Abfälle und Tonnen über Tonnen von Plastik im Meer sind zur Normalität geworden.

Es haben sich ganze aus Müll bestehende und immer größer werdende schwimmende Inseln im Meer gebildet. Im Pazifischen Ozean befindet sich beispielsweise eine doppelt so große Müllinsel wie Texas. Der North Pacific Gyre vor der Küste Kaliforniens ist die größte ozeanische Müllhalde der Welt (Great Pacific Garbage Patch).

Dort übertrifft die Anzahl der schwimmenden Kunststoffteile das gesamte Meeresleben um sechs zu eins in unmittelbarer Nähe.

Kunststoff ist das größte Übel, weil es sich nicht leicht zersetzt und von Meerestieren oft als Nahrung angesehen wird. Die Teilchen werden mit der Zeit immer kleiner (Microplastik) und dringen so immer tiefer in unser Ökosystem ein, bis es schließlich auch bei uns auf dem Teller liegt.

Plastische Ablagerungen besitzen zusätzlich noch die Eigenschaft andere giftige Chemikalien aus dem Meer aufnehmen zu können. Tiere, die das Plastik mit Futter verwechseln, werden so noch auf anderer Ebene vergiftet und tragen dies weiter.

Tatsächlich ist die Verschmutzung mit Plastik eine der schwerwiegendsten Bedrohungen für den Ozean. Kunststoff zerfällt nicht, sondern nur in immer kleinere Stücke, verschwindet somit aber prinzipiell nie endgültig.

Unsere Umwelt und auch unsere Wirtschaft sind abhängig von globalen Maßnahmen zur Wiederherstellung und Erhaltung der Qualität des Wassers auf unserem Planeten. Der Ozean kann und darf nicht weiter als Mülldeponie für den Menschen dienen.

Es liegt an uns etwas dagegen zu tun und jeder kann etwas dazu beisteuern – Fangt an euren Plastik Verbrauch zu überdenken, haltet Müll von den Stränden fern und hebt den Plastikstrohhalm oder den Flaschendeckel ruhig auf, wenn ihr das nächste mal barfuß am Strand mal wieder über einen stolpert!

Verbreitet die Botschaft, steht auf und tut etwas gegen die Plastikproblematik in unseren Meeren.

Sie sind einmalig.

artenvielfalt

Kūlson – Zeitlose Sneaker ohne Kompromisse

In der Berliner Modeszene gibt es ein neues Label, das ihr erstes spannendes Produkt auf den Markt gebracht hat:

Einen weißen Sneaker der eine Kombination aus zeitlosem Purismus, edlem Leder und außergewöhnlicher Handwerkskunst verbindet.

Kūlson ist ein junges Mode Label aus Berlin, das sich zur Aufgabe gemacht hat die perfekte Kombination aus Business- und Sportschuhen zu schaffen und dabei noch nachhaltig unsere Meere schützt.

Die kreativen Köpfe hinter der Idee

Doch wer sind eigentlich die Gesichter hinter der neuen Berliner Sneaker Company kūlson? Benjamin und Jakob kennen sich bereits seit den neunziger Jahren aus ihrer Heimat Berlin. Ursprünglich kommen die zwei Gründer allerdings nicht aus dem Fashionbereich. Beide haben in Passau den Bachelor in Business Administration abgeschlossen.

Benjamin ist dann nach Kopenhagen an die Copenhagen Business School für einen Master in Innovation Management & Business Development gegangen, während Jakob in München seinen Master in Management and Technology (TUM-BWL) an der TU München absolviert hat. Doch ihr Fabel für timeless design und Kleidung, die nicht von der Stange kommt, hat die ganze Idee ins Rollen gebracht:

„Ich liebe gute Schuhe, Jakob liebt gute Schuhe und wir beide wunderten uns ständig über die teilweise absurd hässliche Mode in den Läden, von denen wir das meiste wohl nicht einmal geschenkt haben wollten. Auch im Gespräch mit Freunden und Bekannten ist uns immer öfter aufgefallen, dass es eigentlich kaum noch Sneaker gibt, die unserem persönlichen Geschmack und Anspruch entsprechen, und wir schienen absolut nicht die einzigen zu sein. Was blieb uns da anderes übrig, als unseren eigenen Sneaker zu entwickeln?

Genauso wie Jakob trage ich grundsätzlich eigentlich fast ausschließlich weiße Sneaker, doch die Standard-Modelle, auf die wir aus Mangel an Alternativen immer wieder zurückgegriffen haben, langweilten uns mit der Zeit. Ab sofort keine Kompromisse mehr beim Schuhwerk, denn die Füße tragen einen durchs Leben, oder?

Egal ob Winter oder Sommer, am wohlsten fühle ich mich im Alltag mit diesem Schuh. Wir wollten einfach den perfekten minimalistischen Sneaker kreieren, der fast immer und zu allem kombinierbar ist. Dann haben Jakob und ich uns zusammengesetzt und angefangen zu überlegen, wie der optimale Schuh für uns aussieht: minimalistic, unisex, casual aber auch elegant. Das war uns wichtig und so haben wir auch den kūlson Sneaker designed.“, erzählt Benjamin.

Prototyping isn’t easy – Ein langer Weg bis zum fertigen Produkt

Bis das jetzige Verkaufsmodell fertig war und die Berliner Jungs zufrieden waren, wurde der Prototyp um die 22 Mal verändert und stetig perfektioniert. In diesem Zeitraum kamen noch zwei weitere Leute und enge Freunde an Board, Andreas und Patrick, denn beim Label kūlson werden alle Aufgaben bis auf die letztliche Herstellung des Sneakers selbst übernommen.

Insgesamt hat der reine Entwicklungsprozess fast zwei Jahre in Anspruch genommen. Das Label wurde dieses Jahr offiziell gegründet, nachdem Benjamin und Jakob mit ihrem Endprodukt zufrieden waren und klar war, dass der Verkauf starten wird.

Nachhaltig produzieren geht nur in Europa

Während sie sich im Studium bereits mit Management und Marketing auseinandergesetzt haben, mussten sie sich im Bereich Design und Produktion erst einfinden und einiges lernen. Sie haben sich mit verschieden Designs und Herstellungsarten sowie -orten auseinandergesetzt. Beeinflusst ist der Schuh vor allem vom Classic Scandinavian Design.

„Uns war von Anfang an klar, dass wir unseren Schuh auf keinen Fall in Asien produzieren lassen möchten. Nachhaltigkeit, Transparenz, faire Arbeitsbedingungen und kurze Transportwege sind uns beiden sehr wichtig. Made in Germany ist aufgrund der hohen Herstellungskosten leider nicht möglich, aber das war auch nicht unbedingt unser Ziel, denn es gibt Länder in Europa, die wesentlich versierter in der Herstellung von Lederwaren sind.

Die Wahl mussten wir dann zwischen Portugal und Italien treffen. Benni und ich waren oft in Portugal surfen. Wir kennen das Land und die Leute und wir lieben es dort, sodass wir uns dazu entschieden haben in der Nähe von Porto produzieren zu lassen, nachdem wir uns vor Ort besser informiert und viele Manufakturen besucht haben – bis wir unser dream match gefunden haben.“, berichtet Jakob.

Vor Ort und nach Absprache zwischen Hersteller und den Jungunternehmern ist so mit viel Arbeit und Liebe zum Detail dieser Schuh entstanden – zwar nicht Made in Germany, dafür aber Handmade in Portugal! Das Besondere am Schuh ist, dass jedes Paar aufgrund der Handarbeit auf gewisse Art und Weise ein Unikat ist.

Feinste Materialien – aus regionaler Produktion

Wichtig war bei der Produktion, wie bereits erwähnt, auch der Aspekt der Nachhaltigkeit. Umweltbewusstsein und das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit dringen mittlerweile in alle Bereiche des Lebens ein. Dies bezieht sich nicht nur auf ökologische Aspekte, sondern vor allem auf das soziale Gewissen, das Konsumenten und Unternehmer zum Umdenken bewegt.

Darunter fallen auch bei Benjamin und Jakob faire Arbeitsbedingungen, kurze Handelswege, sowie transparente Unternehmensstrukturen, ressourcenschonendes Arbeiten und konsequentes Recycling.

„Es gibt ja kein unendliches Vorkommen an natürlichen Rohstoffen und es liegt an unserer Generation, gerade in Zeiten des Klimawandels und des Versuchs diesen aufzuhalten, einen Beitrag zu leisten und an zukünftige Generationen zu denken.

Der Ecological Footprint, der als Nachhaltigkeitsindikator gesehen wird, hält auch in der Fashion Industrie Einzug, die grundsätzlich eher mit Schnelllebigkeit assoziiert wird. Wir möchten unseren Footprint auf dieser Welt so grün und klein wie möglich halten.“, erklärt Benjamin zur Produktion.

Das Leder stammt von Rindern aus Italien und das Fußbett – welches übrigens wirklich sagenhaft komfortabel ist – besteht aus recycelten Materialien. Geplant ist die Nutzung von noch mehr recycelten Rohstoffen, doch dazu muss sich das kulson Team noch weiter mit verschiedenen Techniken auseinandersetzen. „Wir entwickeln uns auf diesem Gebiet stetig weiter und haben noch viel vor“, fügt Jakob noch hinzu.

Hoch Qualitative Ressourcen für Exklusive Mode

Der Sneaker folgt damit dem Trend der Slow Fashion. Es ist ein Schuh, der sich höchster Qualität verschrieben hat, und nicht einfach nur ein Modeschuh ist, der nach einer Saison im Mülleimer landet. Der Schuh ist hochwertig verarbeitet und robust und somit auch auf dieser Ebene nachhaltig durchdacht.

Das kulson Label positioniert sich dabei durchaus im gehobenen Preissegment und ist damit kein Sneaker for everybody, aber das soll er auch nicht sein. Die Marke platziert sich nur in ausgewählten Boutiquen fern von den Massen und vertreibt in erster Linie über den eigenen Onlineshop des Labels auf www.kulson.de. So soll es den Gründern zufolge auch bleiben.

Das kūlson Underwater Project

Aufgrund der Langlebigkeit des Produkts, der aufwändigen Herstellung sowie der Kooperation mit mehreren Nonprofit Unternehmen, die sich zur Aufgabe gemacht haben die Meere vom Plastikmüll zu befreien und dabei finanziell mit jedem verkauften Paar Sneaker des Berliner Modelabels unterstützt werden, wird unter anderem auch der etwas höhere Kaufpreis wieder legitimiert. Der Kunde ermöglicht dem Clean Design Label kūlson so die Schuhe weiter unter fairen Arbeitsbedingungen lokal herstellen zu lassen und sich für die große Liebe der Gründer einzusetzen – unseren Ozeanen, seinen Bewohnern und den Stränden dieser Welt.

„Am Ende des Tages liegt es in der Entscheidung der Kunden, wie nachhaltig ein Hersteller arbeiten kann. Durch ihr Kaufverhalten können sie das positiv beeinflussen. Jedes nachhaltig produzierte, gekaufte Modeteil ist eine Stimme für mehr Umweltbewusstsein. Wenn Nachhaltigkeit und auch Fairness echte Auszeichnungen werden, dann sind bestimmt mehr Hersteller dazu bereit ihren Produktionsprozess zumindest teilweise zu ändern“, erzählt Jakob zum Thema Nachhaltigkeit.

Das Designer-Duo aus Berlin setzt aber nicht nur auf Nachhaltigkeit, sondern unterstützt, wie eben schon angesprochen, auch aktiv die Umwelt. Im Jahr 2013 haben die beiden bereits ehrenamtlich in Kenia gearbeitet. Für das in Denver ansässige Unternehmen Nokero, was für No Kerosene steht, haben Benjamin und Jakob in Nairobi sowie Mombasa Kerosin-Lampen durch Solar-Lampen ersetzt. Deshalb ist mit der Gründung des Mode Labels gleichzeitig das Kūlson Underwater Project ins Leben gerufen worden. Das Projekt ist darauf ausgerichtet, die Ozeane von Plastikmüll und herrenlos herum treibenden Fischernetzen, welche zu tödlichen Fallen für Fische, Delfine, Wale, Meeresschildkröten, Haie und andere Meeresbewohner werden können, zu befreien.

Jeder kūlson Sneaker ist Teil des kūlson Underwater Project’s und es gehen 4% des Verkaufspreises an verschiedene Umweltprojekte. „Ich liebe das Meer. Es ist das Majestätischste, was es gibt“, so Benjamin, „was gibt es Schöneres, als Zeit am oder auf dem Meer zu verbringen? Was mich wie viele andere wirklich stört ist, wenn ich sehe wie unachtsam mit diesem so wichtigen Element umgegangen wird. Daher haben wir uns dazu entschieden, Projekte zu unterstützen, die sich effektiv und durchdacht für die Säuberung der Ozeane engagieren. Ich bewundere diese Leute zutiefst. Wir möchten einen aktiven Part in der Erhaltung der Meere einnehmen. Die Generationen nach uns sollen das Meer mit all seinen Schönheiten und Wundern später noch so erleben können, wie ich es seit meiner Kindheit durfte. Denn das Meer ist das Großartigste was es gibt, aber wir sind auf dem besten Wege es zu zerstören, wenn wir das nicht sogar bereits getan haben. Aber ich bin Optimist und ich glaube wir können noch vieles retten, wenn endlich globales Bewusstsein geschaffen wird. Die Unmengen an Plastikmüll, die täglich achtlos in unseren Ozeanen entsorgt werden, beeinflussen unausweichlich jeden von uns, angefangen bei denjenigen, die unserem Handeln schutzlos ausgeliefert sind und es am wenigsten verdienen. Wenn die derzeitige Verschmutzung der Meere nicht eingedämmt und bekämpft wird, so wird laut Wissenschaftlern dieses majestätische Ökosystem in den nächsten 30 Jahren mehr Plastik als Fisch enthalten.“

Die ausgewählten Initiativen sind unter anderem 1% for the Planet, die beispielsweise in diesem Sektor aktiv und effizient arbeiten. Desweiteren unterstützen wir the great bubble barrier und healthyseas.

„Do more together than you can alone“ lautet der Leitspruch von 1% for the Planet und unterstreicht gleichzeitig die Denkweise der jungen Entrepreneure:

„Mit dem Kauf des kūlson Schuhs leistet auch der Verbraucher einen aktiven Beitrag zur Rettung der Ozeane.“

Der Spatz ziert das Logo des Modelabels kūlson. „Dieser Vogel ist ein smarter und eigentlich auch sehr schöner aber weitaus unterschätzter kleiner Kosmopolit, der auf der ganzen Welt zu Hause ist. Urban, elegant, stilsicher und trotzdem sehr robust. Das sind wir“, so die Gründer über das Label Logo.