Warum wir in der EU produzieren

WARUM WIR IN DER EU PRODUZIEREN

 

„TEUER IST NICHT IMMER BESSER, ABER NACHHALTIG SCHON

 

Es sollte sich jeder Konsument aber die Frage stellen, unter welchen Bedingungen die Produkte die er kauft hergestellt wurden. Der Preis allein kann nicht immer Hinweise darauf geben. Denn es ist ein Trugschluss, dass teuer gleichzeitig auch besser bedeutet!

Ein höherer Preis stellt nicht sicher, dass faire Arbeitsbedingungen und Umweltauflagen herrschen sowie eingehalten werden. Stiftung Warentest hat ein sehr anschauliches Beispiel genannt: Wenn Produkte sehr billig produziert werden, wie beispielsweise ein T-Shirt für lediglich 3 Euro, dann kann die Näherin daran kaum noch etwas daran verdient haben.

Wenn man ein T-Shirt für zehn oder 30 Euro kauft, kann auch das teurere T-Shirt unter schlechteren Bedingungen hergestellt worden sein als das günstigere. Das ist nicht immer transparent.

Grundsätzlich verdient eine Näherin etwa ein Prozent von dem, was der Konsument im Laden bezahlt. Die Hälfte des Preises bleibt meist im Zielland und nur circa 20 Prozent gehen zurück an das Produktionsland.

 

GESUNDHEITSGEFÄHRDENDE BEDINGUNGEN SIND EIN GROSSES PROBLEM

 

In den Ländern, in denen Schuhe, aber auch andere Textilprodukte hergestellt werden, sind miserable und gesundheitsgefährdende Bedingungen ein großes Problem, besonders in Asien. Denn es gibt wenige Richtlinien und vorhandene Gesetze werden nicht eingehalten. Ein niedriger Lohn für Arbeiter ist nur eine von vielen Baustellen.

Selbst mit dem gesetzlichen Mindestlohn ist es den Arbeitern nicht möglich davon zu leben. Der Mindestlohn ist beispielsweise in China nur die Hälfte von dem, was ein menschenwürdiges Leben bräuchte, in Bangladesch sogar nur ein Fünftel.

 

Niedrige Löhne führen aufgrund des Geldmangels gleichzeitig auch zu illegalen Überstunden. Zusätzlich herrschen in den meisten Fabriken keine sicheren Arbeitsbedingungen, besonders in Gerbereien.

 

So wird dort oft ohne Schutz oder angemessene Sicherheitsmaßnahmen mit in Chemikalien getränkten Tierhäuten gearbeitet. Der Umgang mit solchen giftigen Chemikalien, Chlor oder Pestiziden können bei unsachgemäßer Anwendung zu Krebs- und Hauterkrankungen, Augenschäden und einer kürzeren Lebenserwartung führen.

Gesundheitsprobleme treten aber nicht nur in Gerbereien auf, sondern auch in den Schuhfabriken selbst. Diese stehen meistens in Zusammenhang mit dem Umgang von giftigen Klebstoffen, Schnittwunden und der Atemluft, die durch die Gifte von gegerbtem Leder verunreinigt wird. So treten oftmals Rücken- und Sehprobleme auf. Doch wegen der schlechten Sozialfürsorge besteht keine Möglichkeit einer regelmäßigen Kontrolle.

Abgesehen von unfairen Arbeitsbedingungen führt die Verwendung von Pestiziden, Chlor und giftigen Chemikalien zu einer enormen Umweltbelastung. Abwässer werden oft ungereinigt und direkt aus der Fabrik in die umliegenden Gewässer geleitet.

 

Es gibt viele Abschnitte in der Produktion von Textil- und insbesondere Lederwaren, in denen die Umwelt stark belastet wird. Der Anbau von Wolle beispielsweise bringt einen enormen Wasserverbrauch und die Verwendung von Pestiziden mit sich, denn auch die Verarbeitung von Fasern geschieht mit Hilfe von meist starken Chemikalien.

 

“ACHTET AUF NACHHALTIGE PRODUKTION”

Insgesamt verursacht also die unsachgemäße Anwendung von Chemikalien aber auch die rücksichtslose Entsorgung derer zur Belastung für Mensch, Tier und Umwelt. Die Bedingungen betreffen aber nicht nur die Arbeiter selbst, sondern auch unmittelbar die Menschen, die in der Nähe von solchen Fabriken leben. Zum Teil wird ihnen dadurch jegliche Lebensgrundlage genommen, da sie sich nicht mehr selbst versorgen können, wenn Land, Luft und Wasser um sie herum vergiftet sind.

Auch das Thema Kinderarbeit ist nach wie vor aktuell. Zwar arbeiten beispielsweise in China offiziell keine Kinder mehr in der Textilproduktion, doch in Pakistan und Bangladesch steht dies noch an der Tagesordnung.

 

Women Shop Men shop

 

Das bedeutet natürlich nicht, dass man keine Produkte mehr aus Entwicklungs- beziehungsweise Schwellenländern mehr kaufen sollte. Es bietet vielen Menschen auch die Möglichkeit sich wirtschaftlich weiterzuentwickeln, Geld zu verdienen und somit einen höheren Lebensstandard zu erreichen.

 

Es müssen für die Arbeiter aber vernünftige Bedingungen hinsichtlich Arbeitsschutz, Entlohnung und Umwelt geschaffen werden.

Doch man muss nicht immer in die Ferne schauen. Auch für die europäische Wirtschaft ist der Textil- und Bekleidungssektor ein wichtiger Bestandteil. Es ist eine Industrie, die mehr als zwei Millionen Menschen einen Arbeitsplatz bietet. „Made in Europe“ steht grundsätzlich für faire Arbeitsbedingungen und Qualität.

Doch genauso wie die Produktion in Asien steht auch die Produktion in Europa in der Kritik. Recherchen von der „Clean Clothes Campaign“ und der Initiative „Change Your Shoes“ zeigen die Realität in der europäischen Schuhindustrie auf. Angefangen bei den Gerbereien in Italien bis zu den Fabriken in Mittel- und Südeuropa.

 

Zehntausende Arbeiter stellen dort italienische oder deutsche Schuhe her und das zu teilweise noch niedrigeren Löhnen als beispielsweise in China! Unglaublich, oder? Jeder von uns besitzt im Durchschnitt acht bis 13 Paar Schuhe.

In Europa sind Schuhe besonders begehrt, deshalb ist Europa auch der stärkste Schuhimporteur weltweit. Zahlenmäßig bedeutet dies, dass 40 % der weltweit produzierten Schuhe in Europa verkauft werden. Dabei leben in Europa nur 10 % der Weltbevölkerung.

 

Buy your pairs of kulson now

 

LIEBER FAIRE KONDITIONEN UND HOHE QUALITÄT

 

Asien ist der größte Schuhproduzent der Welt. Im Jahr 2014 führte den Markt mit circa 64 % das Land China an, knapp dahinter Bangladesch, Indien und Pakistan. Die geringen Kosten für die Produktion sind natürlich der Grund dafür, dass im Ausland und besonders in Asien die Produktionsmenge so extrem hoch ist. Doch im Bereich von hochpreisigen Lederschuhen ist der europäische Anteil beachtlich.

Viele Konsumenten entwickeln jedoch glücklicherweise zunehmend ein Bewusstsein dafür, dass sie nachhaltige und unter fairen Arbeitsbedingungen produzierte Ware den günstigeren und oft schädlich hergestellten Produkten vorziehen, zumindest wenn sie die Wahl haben.

Dieser Trend beschränkt sich nicht nur auf die Textil- und Schuhproduktion, sondern ist glücklicherweise auch in diversen anderen Branchen zu beobachten. Doch leider fehlt es in vielen Unternehmen nach wie vor an Transparenz und es ist dadurch für den Kunden nicht ersichtlich, unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde.

Aufgrund der teils fatalen Zustände in Asien stand für die Köpfe hinter der Marke kulson also von Anfang an fest, dass das Label ihre Mode nicht in Asien, sondern in Europa produzieren lassen möchte. Denn die Themen Nachhaltigkeit, Transparenz, faire Arbeitsbedingungen und kurze Transportwege sind den Gründern ein Anliegen.

Sie möchten, dass der Schuh nicht nur durch sein zeitloses Design und Handwerkskunst glänzt, sondern auch durch ethisch vertretbare Produktionsbedingungen und ein zusätzlich gelaunchtes Projekt das mit jedem verkauften Paar kulson Sneaker die Reinigung der Meere von Plastikmüll unterstützt.

 

DIE MACHT DES KOLLEKTIVEN EINFLUSSES

 

Das Modelabel kulson hat sich somit der Produktion in Portugal nahe der portugiesischen Hauptstadt Porto verschrieben. Das Leder sowie alle anderen Bestandteile des Schuhs stammen aus Europa und auch die Produktionsstätte wurde strikt unter den oben genannten Aspekten ausgewählt und wird fortlaufend streng kontrolliert.

Es ist wichtig, dass das Bewusstsein der Menschen auch in diesem Bereich stärker wird und unter fairen Bedingungen hergestellte Produkte gekauft werden. Das muss sich nicht nur auf die Textil- und Schuhindustrie beschränken, aber das wäre zumindest ein Anfang.

Genau wie beim hauseigenen „Kulson Underwater Project“ gilt auch hier: Die Macht des kollektiven Einflusses ist nie zu unterschätzen. Je mehr Menschen darauf achten, nur noch bestimmte Produkte zu kaufen, desto mehr Unternehmen sehen sich gezwungen ihre Produktionskette zu überdenken und sich den Bedürfnissen der Konsumenten anzupassen.

Bis dahin gilt es mit gutem Beispiel und einer klaren Message voranzugehen.

Do your part.

 

artenvielfalt